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Was tun, wenn Sie sich den Auszug nicht leisten können?

Für viele junge Erwachsene wird der Auszug von zu Hause immer schwieriger.

Vielleicht haben Sie einen Job und ein festes Einkommen, verdienen aber trotzdem nicht genug, um entspannt ein Eigenheim zu kaufen. Gleichzeitig ist Mieten teuer, und eine freie Wohnung zu finden, kann schwierig sein.

Was also tun, wenn Sie selbstständig wohnen möchten, die üblichen Wege aber schlicht außer Reichweite sind?

Eine Möglichkeit: kleiner anfangen.

Ein kleines Modulhaus in einem Wohngebiet

Das niederländische Wohnungsproblem

Die Niederlande zeigen gut, wie schwierig die Lage geworden ist.

2024 sank die Zahl der unter 25-Jährigen, die das Elternhaus verließen und auf den Wohnungsmarkt kamen, um 12 % – von 125.000 auf 96.000. Gleichzeitig stieg die Zahl der 25- bis 34-Jährigen, die bei ihren Eltern wohnen, um 5,6 %. Das niederländische Statistikamt CBS berichtet zudem, dass 2025 21,8 % der 25- bis 29-Jährigen bei ihren Eltern lebten.

Das CBS hat außerdem festgestellt, dass junge Menschen, die noch bei ihren Eltern wohnen, zunehmend lieber kaufen als mieten möchten. 2021 gaben rund 46 % der 18- bis 34-Jährigen mit Auszugswunsch an, am liebsten ein eigenes Zuhause kaufen zu wollen.

Das Problem: Ein Eigenheim zu wollen und es sich leisten zu können, sind zwei sehr verschiedene Dinge.

Was wäre, wenn Sie mit einem kleineren Zuhause beginnen?

Für Familien mit einem geeigneten Grundstück gibt es eine weitere Möglichkeit.

Statt anderswo eine Wohnung zu suchen, könnten junge Erwachsene ein kleines, eigenständiges Haus auf dem Grundstück der Eltern oder Großeltern errichten lassen.

Das Haupthaus bleibt das Familienzuhause.

Ein separates Modulhaus wird zum eigenen Haushalt.

Es könnte bieten:

  • Ein Schlafzimmer
  • Ein Bad
  • Eine Küche
  • Einen Wohnbereich
  • Einen eigenen Eingang
  • Einen eigenen Außenbereich

Der entscheidende Unterschied: Es geht nicht darum, wieder ins Elternhaus zu ziehen.

Sondern um ein eigenes Zuhause – ganz in der Nähe der Familie.

Ob das möglich ist, hängt von den örtlichen Vorschriften zu Planung, Bau und Grundstücksnutzung ab. Ein passender Garten bedeutet nicht automatisch, dass dort rechtlich eine weitere Wohneinheit gebaut werden darf.

Statt Miete zu zahlen, gehört Ihnen das Haus

Das ist vielleicht der spannendste Teil der Idee.

Wenn Sie eine Wohnung mieten, fließt ein großer Teil Ihrer monatlichen Wohnkosten in das Wohnen in der Immobilie eines anderen.

Wenn Ihnen Ihr Zuhause gehört, bauen Ihre Kreditraten stattdessen Eigenkapital in einem Vermögenswert auf, der Ihnen gehört.

Das macht Eigentum nicht automatisch günstiger. Ein Kauf erfordert Kapital, eine Finanzierung, Instandhaltung, Versicherung, Steuern und weitere Kosten.

Aber das Geld fließt in eine andere Richtung.

Sie zahlen auf einen Vermögenswert ein, der Ihnen gehört.

Mit der Zeit kann dieses Eigentum zur Grundlage für Ihr nächstes Zuhause werden.

Wie könnte das für Sie aussehen?

Die Zahlen sind für jeden anders. Ihr monatliches Budget, der Zinssatz und die Kosten des Hauses bestimmen, wie Eigentum im Vergleich zur Miete abschneidet.

Möchten Sie sehen, wie die Zahlen in Ihrer Situation aussehen könnten?

Zum Rechner „Mieten oder kaufen“ →

Ihr erstes Zuhause muss nicht Ihr letztes sein

Ein kleines Modulhaus lässt sich daher als erster Schritt verstehen und nicht als Dauerlösung.

Stellen Sie sich eine junge Person vor, die sich derzeit keine klassische Wohnung leisten kann.

Stattdessen kauft sie ein kleineres Haus auf dem Grundstück der Familie.

In den folgenden Jahren zahlt sie ihren Kredit ab und baut Eigenkapital auf.

Steigt der Wert der Immobilie, entsteht womöglich zusätzliches Eigenkapital. Verkauft sie das Haus irgendwann, kann der Erlös in den Kauf einer größeren Immobilie fließen.

Je nach Standort, Finanzierung und Vorschriften könnte das erste Zuhause auch behalten und vermietet werden.

Das Ergebnis könnte etwa so aussehen:

Kleines erstes Zuhause → Eigenkapital aufbauen → verkaufen oder vermieten → Eigenkapital in ein größeres Zuhause einbringen.

Eine Garantie gibt es dafür nicht, und Immobilienwerte können auch sinken. Finanzierungsbedingungen und Steuern spielen ebenfalls eine Rolle.

Doch die Grundidee unterscheidet sich davon, einfach abzuwarten, bis man sich das klassische Wunschzuhause leisten kann.

Familiengrund verändert die Rechnung

Das größte Hindernis für diese Idee ist oft das Grundstück.

Grundstück und Haus zusammen zu kaufen, kann das erste Zuhause teuer machen.

Doch manche Familien besitzen bereits Grund und Boden.

Ein großer Garten, ein Grundstück auf dem Land oder ein Familiengrundstück bietet womöglich Platz für eine separate Wohneinheit.

Wenn das Baurecht es erlaubt, muss das Grundstück nicht erst gekauft werden.

Das kann ein kleines Haus als ersten Schritt ins Wohneigentum deutlich interessanter machen.

Und es eröffnet eine Möglichkeit über Generationen hinweg.

Eltern oder Großeltern stellen das Grundstück.

Die jüngere Generation finanziert das Haus.

Das Ergebnis sind zwei eigenständige Haushalte auf demselben Grundstück.

Wie klein darf das erste Zuhause sein?

Ein erstes Zuhause muss nicht groß sein.

Für eine Person oder ein Paar bietet ein kompaktes Haus das Wesentliche – ohne die Kosten und den Pflegeaufwand eines klassischen Einfamilienhauses.

Ein gut geplantes Haus mit 30 m² kann Schlafzimmer, Bad, Küche und Wohnbereich umfassen.

Es geht nicht darum, ein 100-m²-Haus im Miniaturformat nachzubauen.

Sondern darum, ein vollständiges, eigenständiges Zuhause in kleinerem Maßstab zu schaffen.

Und die Zukunft?

Die wichtigste Frage ist nicht, ob ein kleines Zuhause für immer perfekt ist.

Sondern ob es Ihre Lage gegenüber Ihren aktuellen Alternativen verbessern kann.

Wenn Ihre Optionen lauten:

A. Weiter bei den Eltern wohnen, weil Sie sich den Auszug nicht leisten können.

B. Auf unbestimmte Zeit Miete für eine Wohnung zahlen, die Ihnen nicht gehört.

C. Ein kleineres Zuhause kaufen oder bauen, das Ihnen tatsächlich gehört.

Dann ist Option C vielleicht eine Überlegung wert.

Nicht, weil sie automatisch günstiger oder besser ist, sondern weil sie Unabhängigkeit und Eigentum verbinden kann.

Kein rein niederländisches Problem

Die Niederlande sind ein besonders deutliches Beispiel, doch das Grundproblem gibt es auch anderswo in Europa.

Hohe Wohnkosten, ein knappes Angebot und ein schwieriger Zugang zum Immobilienmarkt machen es jungen Menschen zunehmend schwer, einen eigenen Haushalt zu gründen.

Die genauen Zahlen und Vorschriften unterscheiden sich von Land zu Land.

Die Grundfrage bleibt aber relevant:

Muss Ihr Weg ins eigene Zuhause mit dem Haus beginnen, das Sie irgendwann besitzen möchten?

Vielleicht nicht.

Ein anderer Weg auf den Wohnungsmarkt

Ein kleines Modulhaus auf dem Grundstück der Familie ist nicht für jeden die Lösung.

Es braucht ein geeignetes Grundstück, eine Baugenehmigung, eine Finanzierung und einen Standort, an dem ein solches Haus sinnvoll ist.

Doch für Familien, bei denen diese Voraussetzungen erfüllt sind, eröffnet es eine andere Sicht auf das erste Zuhause.

Sie müssen nicht unbedingt warten, bis Sie sich die perfekte Wohnung leisten können.

Sie könnten mit etwas Kleinerem beginnen.

Besitzen Sie es. Bauen Sie Eigenkapital auf. Und nutzen Sie diesen ersten Schritt vielleicht, um den nächsten zu erreichen.

Zum Rechner „Mieten oder kaufen“ →